Lagerleben am Donnerstag

Clausthal
Gestern haben wir unsere Runde im Zeltdorf Clausthal begonnen, wo die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Reppner fleißig für die Finalspiele im Indiaca trainierten und sehr zuversichtlich waren, dass sie sich den Titel holen werden. Während die meisten Gruppen beim Ori-Marsch unterwegs waren, gab es für einige Betreuer der Jugendfeuerwehr Seesen, die mit 64 Jugendlichen angereist sind, endlich die Möglichkeit ein wenig auszuspannen. Das Landesjugendforum bereitete sich auf die baldige Ankunft des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius vor und brachten ihre Zelte auf Hochglanz. In der Jugendfeuerwehr Hage/Norde hat sich Karsten beim Hinsetzen etwas ungeschickt angestellt und dabei eine Tragödie ausgelöst. Dieses „Unglück“ hat sein Campingstuhl leider nicht überlebt. Aus diesem Grund wurde kurzfristig eine Trauerfeier organisiert und der Campingstuhl, mit einem ebenfalls von uns gegangenen Feldbett, zu Grabe getragen. Beileidsbekundungen können über die Grüße der CampNews abgegeben werden.

Lautenthal
Zur gleichen Zeit war im Zeltdorf Lautenthal eine beunruhigende Stille eingekehrt. Das Zeltdorf war bei unser Ankunft wie leergefegt. Nur die Jugendfeuerwehr Kirchlinteln saß auf ihren selbstgebauten Holzstühlen und ein paar Zelte weiter fanden wir einen ungewöhnlich farbenfrohen Jungen Mann. Timo aus Oyten, der mit roten Stempeln übersät war und frisch rosa-glitzernd lackierte Fingernägel hatte, wusste selbst nicht mehr genau, wie es dazugekommen war. Es lässt sich nur mit Sicherheit sagen, dass jemand sehr gute Überzeugungsarbeit geleistet hatte, damit er sich von Lara bemalen ließ. Auf unserem weiteren Weg erfuhren wir von Gerüchten, dass sich eine Wasserschlacht mit dem Zeltdorf Clausthal anbahne und hierfür Vorbereitungen getroffen würden. Könnte dies der Grund für die ungewöhnliche Ruhe sein? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, begaben wir uns tiefer ins Zeltdorf hinein und entdeckten dort Scharen von Jugendlichen mit Wasserpistolen, die Wasservorräte anlegten und Wasserbomben befüllten. Mehr konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen, da wir wegen Spionage beschossen wurden und sofort die Flucht in unser Redaktionszelt antreten mussten.

Altenau
Wenn man in Altenau etwas verliert, kann man sich das Fundstück in der Dorfrunde wiederholen. Dabei gibt es allerdings einen Harken – das Fundstück wird nur gegen einen Tanz oder Lied wieder herausgegeben. Diese Art habe man aus Polen übernommen, dort ist es allerdings ein größerer Rahmen als nur die Dorfrunde. Ein Highlight Lied war „oh, Tannenbaum“ zum Auslösen einer Fundsache. Außerdem teilte mir Sven mit, dass das Leben in Altenau sehr ruhig und entspannt sei. Es gebe keinen Stress und es wurden auch untereinander schon die ein oder andere Wachschicht übernommen. Aus Reihen des Dorfes kam die Aussage, die Gemeindedirektoren seien „pflegeleicht“. Beim Rundgang durch das Dorf waren viele der Gruppen in den Zelten oder haben sich davor gesetzt. Der Pool / Kühlschrank der Jugendfeuerwehr Beienrode war leer um diesen zu säubern. Hier könnten die Jungs Unterstützung gebrauchen.

Hahnenklee
In Hahnenklee war der Sicherheitsbeauftragte Schmacki unterwegs und hatte das Zeltdorf ohne Beanstandung abgenommen. Außerdem hatte Hahnenklee heute am Schwimmwettbewerb teilgenommen, weshalb es ziemlich leer war. Bei den Jugendfeuerwehren Barum und Beinum gab es eine gute Abkühlung. Da hab ich glatt die Kamera weggestellt und die Abkühlung genossen. Vor dem Zelt der Jugendfeuerwehr Himmelstühr bin ich stutzig geworden: da stand doch glatt ein kleiner Pool mit Campingstuhl. In diesem Stuhl war ein Baum, naja immerhin ein etwas dickerer Stock an dem einige Äste befestigt waren. Es stellte sich herraus, dass dies Baumi war. Dominik aus der Jugendfeuerwehr Gebhardshagen und Zarifeh aus Wietze konnten da zum Glück Aufschluss geben. Die Jugendfeuerwehr Himmelstühr verehrt diesen Baum. Das ist doch auch mal etwas anderes.

Braunlage
Auch in Braunlage habe ich den Sicherheitsbeauftragten bei seiner Runde gesehen. Ansonsten haben die Jugendlichen vor den Zelten gesessen oder waren bei der Ausflugsfahrt. Die Fahrt haben anscheinend viel Gruppen mitgemacht, denn es war sehr ruhig. Am lautesten war das beruhigenden Surren der Lautsprecheranlage. Bei der Jugendfeuerwehr Tiede hatte bei der Wärme einige die Füße in den Pool gestellt . Am Nachmittag wollte die Gruppe noch zum Klettern. Was hatte sich der Mats dabei gedacht? Erst blödelte er rum sich die Haare zu schneiden und schnip, schnap wurde die Nagelschere angesetzt. Zum Glück war in einem der benachbarten Zelte eine Frisörin, die die Frisur noch retten konnte. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen.

Leider kann es bei so einer großen Veranstaltung auch zu Verletzungen und Unfällen kommen, sodass auch ab und zu das Rote Kreuz in die Zeltdörfer fahren muss.

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